Ayurveda Detox Serie Teil 2: Morgenroutine

Zungenschaben & Ölziehen, Atemübungen - so simpel helfen dir die Ayurveda Self Care Tipps bei Frühjahrsmüdigkeit & Pollenallergie.

Im ersten Teil unserer Ayurveda Detox Serie haben wir über die Do’s & Dont’s der Ayurveda Ernährung im Frühling gesprochen. Heute geht es um Self Care Tipps die dir helfen Mund, Nase und Atemwege zu befreien.

Ayurveda Zahnöl.jpeg

Die Ayurveda Morgenroutine

  • Zungenschaben: reinige morgens nach dem Aufstehen deine Zunge mit einem Zungenschaber. Wenn du noch keinen zu Hause hast, probiere es mit einem Esslöffel. Zunge rausstecken und sanft mit den Zungenschaber oder Löffel einige Male von hinten nach vorne schaben. Die Betonung liegt auf sanft um die Geschmacksknospen auf der Zunge nicht zu verletzen. Den Zungenbelag vom Schaber abwaschen. Das kannst du täglich machen und wirst es bald nicht mehr missen wollen.
     
  • Ölziehen: Dafür nimmst du einen Schluck Sesamöl oder ein Ayurveda Kräuteröl speziell für die Mundhygiene, in den Mund und „ziehst“ bzw. spülst es im Mundraum für einige Minuten hin und her und spuckst es anschliessend aus. Bei der Anwendungsdauer gehen die Meinungen zwischen 2 bis 10 Minuten auseinander. Unser Tipp ist, mit einigen Minuten zu beginnen und langsam zu steigern. Das Ölziehen stärkt nicht nur das Zahnfleisch, sondern reinigt und schenkt ein frisches und sauberes Gefühl im Mund- und Rachenraum.
     
  • Jala Neti - Nasenspülung: Neti bedeutet übersetzt “ausscheiden”. Dafür benötigst du ein Netikännchen  das mit lauwarmen Salzwasser gefüllt wird. Verwende ca. 1 kleines Teelöfferl Natur- oder Himalaya Salz pro Kännchen. Bei leicht schräg gelegtem Kopf füllt man die salzige Wasserlösung in ein Nasenloch ein und beobachtet, wie sie aus dem anderem Nasenloch wieder herausfließt. Geatmet wird während dessen durch den leicht geöffneten Mund.  Es kann einige Anläufe benötigen bis alles in die richtigen Richtungen fliesst… ;-) Die Anwendung befreit jedoch wunderbar die Nase und ist sehr empfehlenswert für Menschen die zu Pollen Allergie neigen. Der kleine Aufwand lohnt sich also.
     
  • Kapalabathi - Feueratmung: Diese Atemübung (Pranayama) kennst du vielleicht aus dem Yogaunterricht. Es bedeutet übersetzt „Schädelleuchten“. Und wer es einige Male ausprobiert und den Dreh raus hat, weiss wie es anfühlt, wenn im positiven Sinne „der Schädel poliert“ wird. Am Anfang fühlt sich diese Übung, bei der mit der Ausatmung die Luft aus der Nase gestossen und gleichzeitig der Bach nach innen gezogen wird, vielleicht etwas sonderlich an.  Bei regelmässigem Üben spürst du wie innere Hitze entsteht, jedoch gleichzeitig der Kopf richtig frei wird. Da in kurzer Zeit viel Sauerstoff  in den Körper gelangt, macht Kapalabhati so richtig wach. Sie ist dafür bekannt, den Kopfbereich von Schleimen und Schlacken zu befreien, weswegen die Übung auch gut für die Nasennebenhöhlen ist. Hier findest du ein Video mit einer gut verständlichen Anleitung.
Kapalabhati Feueratmung.jpg

Es muss nicht alles auf einmal sein

Wenn es um die Morgenroutine geht, kommt immer die Frage auf, ob man immer alles machen soll? Oder: “Da muss ich ja um 5 Uhr aufstehen." Ganz und gar nicht - take it easy.

Zungenschaben kannst du ganz einfach täglich machen, das geht schnell, ist effektiv und gehört bald dazu wie Zähneputzen. Ölziehen kann man kurweise (z. B. 2 Wochen lang) im Frühjahr und Herbst durchführen. Es macht auch Sinn bei sensiblen Zahnfleisch oder nach Zahnbehandlungen, da es die Wundheilung fördert. Jala Neti ist besonders für Menschen mit Neigung zu Pollen Allergie und Heuschnupfen empfehlenswert und sollte daher 2 - 3 Wochen vor der Blühzeit begonnen werden. 

Pranayama, welche Art auch immer, wirkt sich nicht nur körperlich positiv aus sondern ist auch beruhigend auf das Nervensystem. Die Feueratmung im Speziellen erzeugt Hitze im Körper und regt dadurch den Stoffwechsel (im Ayurveda Agni genannt) an. Wenn das Agni gut “brennt”  löst sich Frühjahrsmüdigkeit in Luft auf. Probiere eines nach dem anderen aus und du wirst selbst spüren, was du am meisten brauchst und dir gut tut.

Namasté, Euer Team von E5

P.S. wir freuen uns auf euer Feedback!

Im Teil 3 erfährst du etwas über den Effekt der Selbstmassage und wie du sie am besten durchführst.